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Zurzeit werden im Kanton Bern die Wildschutzgebiete überarbeitet. Das erfolgt in regionalen Projekten, in welche auch die Betroffenen involviert sind. Dazu gehören unter anderem Gemeinde, Jagd, Natur- und Tierschutz, Landwirtschaft, Bergsteigen, Speedflying, Tourismus, Bergbahnen und auch wir, die Delta- und Gleitschirmflieger.
Im Gebiet Mürren wurde eine Kerngruppe gebildet, in die auch der DCJT eingebunden ist, was sehr zu begrüssen ist. Die Faszination des Gleitschirmfliegens liegt zu einem grossen Teil in dem einmaligen Naturerlebnis, deshalb respektieren und unterstützen unsere Piloten den Schutz der Natur und des Wildes. Das funktioniert am besten, wenn Verhaltensregeln und Schutzmassnahmen nachvollziehbar und praktikabel sind.
Unter dem Überarbeiten von Wildschutzzonen versteht man gewöhnlich, dass bestehende Gebiete verändert oder verlegt werden. Dabei muss sicher auch darauf geachtet werden, dass diese nicht in Wohngebiete oder touristisch attraktive Gebiete zu liegen kommen.
Nicht so im Lauterbrunnental: Die Vorschläge, die im Moment gemacht werden, beinhalten ausschliesslich neue Wildschutzzonen; die alten Jagdbanngebiete würden unverändert bestehen bleiben. Wenn in dieser Art und Weise neue Gebiete in Wildschutzzonen umgewandelt werden, sollte man nicht von „Überarbeiten“ reden. Übrigens, in den neuen Schutzzonen würde ein generelles Überflugverbot im Winter und während der Setzzeit (Mai, Juni, Juli) durchgesetzt.
Wo diese Gebiete entstehen werden, ist Sache der Verhandlungen. Eines ist jetzt schon absehbar: Wenn der Vorschlag des Kantons angenommen wird, würde ein schönes Fluggebiet verloren gehen und die Attraktivität einer ganzen Region leiden, die sowieso schon mit Abwanderung zu kämpfen hat.
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