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Paragliding in Patagonien

 

Von Alain Gazzetta

 

10.01.2010 / Meine Reise startete am 16.11.2009 in Buenos Aires. Es war toll, aus dem kalten Flughafengebäude raus in die Wärme zu kommen: Der Schweiss lief sofort an mir runter, nicht zuletzt wegen meines gigantischen Gepäcks. Da ich meinen Gleitschirm nicht durch ganz Patagonien schleppen wollte, um dann doch nicht fliegen zu können, hab ich die Ausrüstung sofort nach Bariloche versandt. Es ging reibungsloser als ich dachte.

 

Nach zwei Tagen Buenos Aires, einem Kilo Fleisch und exzessivem Glacé- und Orangensaftkonsum ging es auf eine 18 Stunden Busreise südwärts nach Puerto Madryn. Die Peninsula Valdes ist bekannt für Tierbeobachtungen. Es ist sehr wild, Zivilisation gibt es fast keine, dafür eine wundervolle Tierwelt. Ich konnte Wale, Pinguine, Seeelefanten und Seelöwen sehen. Nach drei Tagen Tierbeobachtungen, Ausspannen und den Sommer geniessen ging's nochmal auf eine über 30 Stunden Reise südwärts.

 

Endlich in Puerto Natales (Chile) angekommen, musste mal der Fleischspeicher aufgefüllt werden. ;-) Von da aus ging's dann sieben Tage in den Nationalpark Torres del Paine, einmal um den Park und ins Valle Frances und zu den berühmten Torres. Danach ging's zurück nach Argentinien, nächste Station war El Chalten, ein kleines Dorf am Fitzroy-Massiv. Da machte ich eine kürzere aber umso schönere Tour um den Fitzroy, welche zum Teil über Gletscher führte, dann vorbei am Cerro Torre und zurück nach El Chalten. Das Wetter war perfekt. Manchmal versteckt sich der Fitzroy über Wochen im Nebel - wo ich da war, gab's 5 Tage nur Sonnenschein :-) Ausserdem gibt es in El Chalten das wohl beste Eis weltweit!

 

Dann ging es nach El Calafate, den weltberühmten Perito Moreno Gletscher anschauen. Von Calafate nach Bariloche gab es die Möglichkeit, erneut über 30 Stunden im Bus zu sitzen oder zu fliegen. Ich hab mich nach langem Hin und Her für den Luftweg entschieden, was in einem spektakulären aber haarsträubenden Flug entlang der Andenkette endete. Solche Flüge sind definitiv nicht geeignet für Leute mit Flugangst!

 

In Bariloche wurde ich von Jessica und Colo am Flughafen abgeholt und konnte meinen Gleitschirm wieder in Empfang nehmen. Von sieben Tagen war es an fünf fliegbar, was eine sehr gute Bilanz sei! Die Flüge vom Cerro Otte sind vor allem landschaftlich sehr schön. Einmal sind wir 150km nach El Bolson gefahren, in der Hoffnung vor dem zu starken Wind zu fliehen, allerdings gab es dann auch nicht mehr als einen Runterflug im Wind stehend... Da war ich doch froh, konnte man die nächsten Tage wieder in Bariloche fliegen.

 

Insgesamt habe ich über 900 Fotos, eine kleine Auswahl seht ihr hier. Wer mehr sehen möchte, eine exclusive Selektion der Besten findet ihr auf http://www.time2fly.ch/Argentina/Argentina.html.

 

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