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02.06.2009 / Mit nicht einmal 20 Jahren gewann Clubmitglied Mirko Schuster am Pfingstmontag beim Juniors Challenge. Sein Bericht zeigt, wie solche Events für einen Jungpiloten ablaufen. Mirko wohnt in Rütschelen bei Herzogenbuchsee, hat dieses Jahr grosse Fortschritte gemacht und am letzten Ligafliegen in Interlaken den beachtlichen zehnten Platz erflogen. Darüber berichtet er weiter unten.
Juniors and Ladies Challenge 2009
Das diesjährige Juniors and Ladies Challenge 2009 findet unter Leitung von Ligachef Martin Scheel in unserer Region statt. Die ersten zwei Läufe wurden in Grindelwald ausgetragen. Am Pfingstmontag gewann unser Clubmitglied Mirko Schuster souverän.
Nanda Walliser kam als zweitplatzierte Frau und total fünfte ins Ziel. Auch Roger Hertig und Stefan Baumann machen erste Erfahrungen mit dem Wettkampfsport.
Mirko Schuster über die Swiss League Open in Interlaken im Mai 2009:
Freitag:
Als wir in Interlaken ankamen, waren schon fast alle Piloten dort. Zuerst wurden die Wendepunkte auf das GPS geladen. Dann kamen auch schon unsere Taxis. Mit drei Autos wurden die Piloten zum Startplatz Amisbühl gefahren. Weil so viele Teilnehmer dort waren, dauerte dies über eine Stunde. Dies war jedoch nicht weiter schlimm, da Martin Scheel mit den Weltcuppiloten sowieso erst noch den Task festlegte: Start Bergbo, Sigriswilergrat, Gemmenalp, oberer Harder, Därliggrat, oberer Harder, Sigriswilergrat, oberer Harder und Goal im Lehn: insgesamt 61,3 km. Von den angesagten 15 bis 20 km/h Wind merkten wir nicht viel. Ex-Schweizermeister Stefan Morgenthaler gewann den Task.
Samstag:
Wegen des schlechten Wetters entschieden Michael Maurer und ich, nach Mürren Acro fliegen zu gehen. Als wir losfuhren, regnete es in Strömen. Doch unser Drang zu fliegen und unsere Zuversicht auf gutes Wetter waren stärker. Der Weg zum Startplatz war schwierig, denn der Hang war voller Schnee, und der rutschte immer unter unseren Füssen weg. Angekommen legten wir sofort los: Heli, Sat, alles funktionierte wunderbar. Drei Flüge später sahen wir den ersten blauen Fleck am Himmel, zeitweise kam sogar die Sonne heraus. Also machten wir noch zwei Flüge. Müde gingen wir nach Hause. Wir hatten eine super geilen Acro-Tag hinter uns.
Sonntag:
Am Sonntag war wieder super Wetter. 9:45 Uhr Treffpunkt im Lehn. Alle waren hochmotiviert. Es wurde lange diskutiert, wo der Task hinführen sollte. Schliesslich stand er doch fest: Sigriswilergrat, Sieben Hengste, Augstmatthorn, Blume bei Thun, Därliggrat, Breitlauenen, Lehn. Schon der zweite Wendepunkt war taktisch anspruchsvoll. Teilweise mussten die Piloten einen zweiten Anlauf nehmen. Auch wenn ich eher langsam vorwärts kam, schaffte ich ihn beim ersten Mal. Vom Harder bis Blume ging alles der Basis entlang. Jedoch sah ich dort schon fast keine Piloten mehr, denn es war alles komplett abgeschattet. Ich schaffte es jedoch zurück zum Därliggrat, wo man zum Wendepunkt von tief unten aufsoaren konnte.
Danach die Talquerung zur Schynigen Platte, auch wider sehr tief. Dort beamte es mich aber mit 4 m/s hinauf. Da ich absolut alleine war, machte ich mir schon Sorgen, ob Martin den Task nicht abgesagt habe. Beim Gleitflug zum Landeplatz kam ich ins Schwitzen, denn es wurde sehr knapp. Deswegen flog ich an den Därliggrat, um noch einmal aufzusoaren. Doch dies klappte nicht. Leider stand ich so 180 Meter vor dem Ziel am Boden. Da nur drei Piloten ins Ziel kamen, wurde es dennoch mein bisher bestes Wettkampfresultat.
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